KERBERHOLZGRUND

Besitzer und Betreiber: Gebrüder Kerber aus Büchlberg seit etwa 1920 bis um 1930
Lage des Bruchs: am Staffelberg oberhalb von Guppenberg
Flurnummer:
Technische Ausstattung: Gleisanlage, Granitbearbeitung im Handbetrieb, Kompressor, Kran mit Benzinmotor
Anzahl der Beschäftigten: bis zu 10
Produktion von: Groß- und Kleinpflaster
Beschaffenheit des Granits: mausgrau, feinkörnig, nicht für Reinarbeit geeignet

Carl Kerber begann nach dem I. Weltkrieg am Staffelberg, oberhalb Guppenberg einen kleinen Bruch, nachdem dort Findlinge aufgearbeitet wurden. Es wurden Groß- und Kleinpflaster hergestellt, die von umliegenden Bauern, z B von Maria Meisinger (Dichtl) aus Guppenberg, Rosa Koll (Fürst Rose) aus Jahrdorf zum Bahnhof gebracht wurden. Darneben fuhren den schwierigen Weg Ludwig Leyerseder vom Bahnhof und Ertl aus Grub.
Fritz Höpfl aus Schröck erfuhr in einem Gespräch mit Carl Kerber, dass er beabsichtigte, eine  Seilbahn, wie in seinem Betrieb (von Büchlberg nach Fischhaus), zum Bahnhof nach Hauzenberg zu bauen. Da aber bei weiterem Vordringen in tiefere Schichten kein verwertbarer Granit gefunden wurde, kam dieser Plan nicht zur Ausführung, um 1930 wurde der Bruch eingestellt.
Heute ist dieser Steinbruch, der sich neben dem Meisingerbruch befindet, von Wald überwachsen. Zur Zeit des Betriebes war das Gelände gerodet.